Diäten im Test 2018: Viele Kandidaten, ein Überraschungssieger

Ein weiteres dunkles Kapitel voller Schwindel in unserer Diät-Rubrik. weiterlesen.

Das in Indien und Thailand beliebte Gewürz und Heilmittel kennt man bei uns auch als Tamarinde. Die Erforschung seiner Inhaltsstoffe begann bereits Mitte des 20. Jahrhunderts. Dennoch sorgte ein amerikanischer TV-Arzt kürzlich mit seiner Vorstellung als Fettblocker für Furore und löste einen wahren Kaufrausch unter Übergewichtigen aus.

Die Analyse der Berichterstattung bietet leider ein typisches Bild vieler Diäten im Test. Hinter den vermeintlich hervorragenden Resultaten eines Magazins steckt der Anbieter selbst. In diesem Fall sogar mit Unterstützung durch Katalogbilder, die Erfahrungsberichte ausschmücken. Ein kritisches Vorgehen, welches in Deutschland langsam ein schwerwiegendes Problem darstellt.

Metabolic Balance gehört zu den kostspieligsten Schlankheitskuren auf dem Markt. Ein Berater führt über Monate durch das Programm, dessen hauptsächliche Grundlage aus einer geheimen Blutauswertung besteht. Sie liefert die Basis für einen persönlichen Ernährungsplan, der in Kombination mit sportlicher Betätigung zu einem gesunden Lebenswandel führen soll.

Nur in Kombination mit einer gesonderten Diät durchführbar und selbst dann nicht 100% erfolgsversprechend. weiterlesen.

Leider bleibt es nach einem Kauf bei den haltlosen Aussagen, denn ohne sportliche Betätigung helfen die Tabletten nur bei der Abnahme der Geldbörse. Nebenwirkungen sind außerdem nicht auszuschließen, da auch die rein pflanzlichen Inhalte auf den Körper deutliche Wirkungen haben. 5-HTP lässt sogar den deutschen Zoll aufhorchen und Sendungen beschlagnahmen.

Die Realität zeigt leider ein ganz anderes Bild. Enttäuschte Verbraucher machen ihrem Frust vollkommen berechtigt in diversen Foren und Bewertungsportalen Luft. Aus der Reihe der zahlreichen Werbeversprechen entpuppt sich nur der Ananas-Geschmack als existent, während die restlichen Lobeshymnen nach dem Kauf wie Seifenblasen zerplatzen und nur den Geldbeutel leeren.

Nahrungsergänzung statt klassischem Ersatz steht bei der Anwendung von Zyra Vital im Vordergrund. Die Diätpille setzt unter anderem auf Extrakt aus grünem Kaffee, der mehrmalig in Studien untersucht wurde. Die Einnahme soll den Stoffwechsel ankurbeln und Fettpolster zügig sowie ohne Nebenwirkungen schwinden lassen. Bis zu acht Kilogramm Gewichtsverlust seien dem Vertrieb in einem Monat möglich.

Hinter der Verkaufstour steckt jedoch ein perfides System aus falschen Gesundheitsmagazinen, gekauften Empfehlungen und jeder Menge ausgedachter Testergebnisse. Bereits eine einfache Recherche mit Google zeigt schnell, dass kein einziges Bild der offiziellen Seite der Wahrheit entspricht und Studien oder Resultate durch die Bank weg aus dem Reich der Fantasie stammen.

Eier sind für Menschen mit Cholesterinproblemen nicht empfehlenswert. Auch Menschen mit einer Nierenschwäche dürfen keine eiweißreiche Diät durchführen, denn viel Eiweiß belastet die Nieren.

Sehr aktiv: sehr aktiver Beruf und Sport oder Berufssportler oder mehrere Stunden Krafttraining: 2 Gramm Eiweiß pro Kilo und Tag wichtig

Vor allem Kohlenhydrate: hierzu zählen u.a. Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Bananen, Erbsen, Mais, rote Bohnen. Pro Tag sollten nicht weniger als 100 Gramm aber auch nicht mehr als 120 Gramm Kohlenhydrate gegessen werden. Angaben dazu gibt es auf den Produktverpackungen.

Schön, schlank und fit dank Eiweiß-Drinks und Protein-Riegel? Ein Ernährungsberater verrät, ob das wirklich klappt.

Mittags stehen eiweißhaltige Lebensmittel wie gegrilltes Huhn, mageres Rind oder Fisch mit einem großen Salat und gedämpftem Gemüse auf dem Plan. Als Zwischenmahlzeit ist zweimal pro Tag einen Eiweißshake und eine Handvoll Mandeln angesagt.

Im Internet findet sich zum Suchbegriff Eiweiß-Diät eine Fülle von Rezepten.

Außerdem wird empfohlen, bei der Eiweiß-Diät mehr Gemüse als Früchte zu essen, weil in Obst viel Fruchtzucker steckt und es oft nicht so gut vertragen wird wie Gemüse. Eventuell müssen Sie einen Folsäuremangel ausgleichen!

Joghurt oder Buttermilch sind ideale Starter in den Tag. Auch Eier sind gut fürs Abnehmen, so das Ergebnis einer Studie der Louisiana State University. Heidi Klums Diät-Coach David Kirsch empfiehlt, morgens ein Dutzend Eier hart zu kochen und über den Tag verteilt, jeweils ein Eiweiß davon essen (das kalorien- und fettreichere Eigelb entfernen).

Man sagt, der Körper brauche täglich etwa ein Gramm pro Kilo Körpergewicht. Sportler mit viel Muskelmasse oder körperlich arbeitende Männer können bis zu zwei Gramm gut vertragen, alles darüber ist unnötig. „Wer regelmäßig Fisch, Fleisch, Rührei, Hülsenfrüchte oder Soja isst und Milch trinkt, muss sich über Eiweiß keine Sorgen machen.“

Dass äußere Reize eine wichtige Rolle beim Hungergefühl spielen, bestreitet auch Uwe Knop nicht. Er glaubt aber, dass sich biologischer Hunger klar von anderen Gründen zu essen unterscheiden lässt. „Wenn Sie etwa aus Stress essen, aus Frust oder Langeweile, dann ist das ein kompensatorisches Essen – Sie essen und wollen damit Ihre Seele füttern. Und das fühlt sich anders an, als wenn Sie echten Hunger haben“, sagt er. „Dieses Gefühl sollte man kennen und unterscheiden lernen.“

Und eben diese führen seit Jahren die Statistik der Todesursachen an. Essen denn alle zu viel, weil sie nicht genug auf ihren Körper und seine Bedürfnisse achten? Oder weiß der Körper nicht, was gesund für ihn ist?

Doch eine Reihe anderer Faktoren spielt ebenfalls eine Rolle – ein niedriger Blutzuckerspiegel sowie bestimmte hormonale Prozesse und der Verlust von Körperwärme etwa. Während des Essens messen dann Rezeptoren, ob der Magen gut gefüllt ist, und senden Sättigungssignale zum Hypothalamus. Gleichzeitig ermitteln Rezeptoren in Darm und Leber den Nährstoffgehalt der Nahrung.

Wer das Gefühl nicht mehr kennt, muss im Grunde nur eins tun: warten. „Wenn Sie den Hunger ziemlich stark ausreizen, dann merken Sie es irgendwann spätestens daran, dass – ein Zeichen der Unterzuckerung – man sehr nervös wird und die Hände schon anfangen zu zittern“, sagt der Ernährungsforscher. Sein Rat ist: Nur bei wirklichem Hunger essen, und nur das wählen, was man mag und gut verträgt.

Hunger ist das Signal für den Körper, dass er Energie benötigt. Es ist mehrfach abgesichert und präzise gesteuert. So macht es den Körper erst überlebensfähig. Hunger kann nicht leicht überwunden werden, doch das Gefühl ist störanfällig.

Andere Patienten hingegen haben oft eine regelrechte Diät-Karriere hinter sich. Sie haben mit allen Mitteln versucht, gegen das Hungergefühl anzusteuern. Viele Diäten seien rigide, was zu Überschreitungen der Vorsätze und nachfolgenden Essanfällen führt, erklärt Ellrott.

Sensorische Vielfalt auf dem Teller führt dazu, dass ein „Satt-Signal“ für eines der Nahrungsmittel gemeldet wird, für eines, das etwas anders aussieht, riecht oder schmeckt, aber nicht – und sei es nur ein Keks in einer anderen Farbe. Bei Lebensmitteln, die als Kalorienbomben gelten, stellt sich ein Völlegefühl schneller ein als für leichte Salate – nur aufgrund der Erwartung.

Dabei werden Studienteilnehmer etwa aufgefordert, ein Ernährungstagebuch über einen gewissen Zeitraum zu führen. Jahre später erfasst man dann, wer von den Teilnehmern noch lebt und ob ihre Lebenslänge statistisch mit ihren Ernährungsgewohnheiten zusammenhängt.

Denn im Adipositas-Zentrum in Göttingen, in dem Ellrott arbeitet, gibt es Patienten, die ihr ganzes Leben lang nichts anderes gemacht haben, als nach den inneren Reizen Hunger und Sättigung zu essen. „Das hat sie aber nicht davor bewahrt, einen Body-Mass-Index von über 40 zu bekommen und krank zu werden.“