Diäten im Test 2018: Viele Kandidaten, ein Überraschungssieger

Gefährlicher Werbeschwindel, der Leser zum möglichst schnell zu einem Kauf verleiten soll. weiterlesen.

Zu schön waren die Versprechungen: Slim Vida scheitert in großer Form ohne echte Wirkung. weiterlesen.

Problematische Bewerbung mit unglaubhaften Diät-Testberichten sorgt für Stirnrunzeln. weiterlesen.

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt jedoch schnell, dass diese Diät nur große Auswirkungen auf die Geldbörse hat. Ärztliche Empfehlungen und wissenschaftliche Nachweise fehlen vollständig. Die schicken Fotos stammen von anderen Websites und der Anbieter ist sogar ein alter Bekannter aus dem Kreis der Betrugsgeschichten aus England.

Diverse Erfahrungsberichte wurden jedoch mit kopierten Vorher-Nachher-Fotos ausgeschmückt und entsprachen so nicht der Realität. Des Weiteren sorgen Testberichte unter seriöser Aufmachung mit Apotheken-Hintergrund für Ärgernisse. Die Portale entpuppen sich bei genauer Recherche als reine Werbemaßnahme zur Steigerung der Kaufabsicht potenzieller Kunden.

Proactol Plus ist bereits seit einigen Jahren im Online-Handel erhältlich. Die britische Pille verspricht ein Abnehmen ohne unangenehme Diäten und sportliche Betätigung. Erreicht werden soll dieses ehrgeizige Ziel mit einem Extrakt aus Kakteen, welches im Magen die Aufnahme von Fett hemmt und so die Kalorienanzahl reduziert.

Metabolic Balance gehört zu den kostspieligsten Schlankheitskuren auf dem Markt. Ein Berater führt über Monate durch das Programm, dessen hauptsächliche Grundlage aus einer geheimen Blutauswertung besteht. Sie liefert die Basis für einen persönlichen Ernährungsplan, der in Kombination mit sportlicher Betätigung zu einem gesunden Lebenswandel führen soll.

Nahrungsergänzung statt klassischem Ersatz steht bei der Anwendung von Zyra Vital im Vordergrund. Die Diätpille setzt unter anderem auf Extrakt aus grünem Kaffee, der mehrmalig in Studien untersucht wurde. Die Einnahme soll den Stoffwechsel ankurbeln und Fettpolster zügig sowie ohne Nebenwirkungen schwinden lassen. Bis zu acht Kilogramm Gewichtsverlust seien dem Vertrieb in einem Monat möglich.

Zusätzliche Brisanz gewinnt das Thema durch Chrompikolinat als Wirkstoff, der in der Medizin sehr umstritten ist. Ernste Nebenwirkungen lassen sich nicht vollständig ausschließen, weshalb dem Hersteller berechtigterweise der Vorwurf des Betrugs gemacht wird. Die maßlos überzogenen Werbestatements gelten ebenfalls als traditioneller Hinweis auf Abzocke.

  • 3x am Tag essen: Gemüsesuppe, Apfel, Eiweißshake – wenig Kohlenhydrate + Fett, viel Eiweiß + Wasser
  • 3x am Tag trinken: 3 Kaffee (besser wäre Tee), 3 Glas Wasser, 3x was anders (ohne Kalorien)
  • 3x am Tag trainieren / bewegen: Powergassi, Liegestützen, Kniebeugen, Rasenmähen …

Sicherlich, beim radikalen Abnehmen sind Zucker sowie Süßstoffe suboptimal. Doch auf diese zu verzichten würde in meinem Fall bedeuten, dass das Risiko steigt eine Diät vorzeitig abzubrechen. Also reduziere ich meine Lieblingsgetränke wie Kaffee oder Coke Zero, totaler Verzicht jedoch wäre dann doch zu ambitioniert.

ESSEN: 10 Tage lang immer das Gleiche! Beim Einkaufen und Kochen nicht lange darüber nachdenken (müssen) was es zu essen gibt kann auch im Kopf einen Schalter umlegen. Ein Ziel dieser Diät ist auch, Essen weniger als Belohnung, als Genuss wahrzunehmen. Sondern es auf eines zu reduzieren: die notwendige Aufnahme von Nährstoffen. Wir führen unserem Körper durch Nahrungsaufnahme Kalorien in Form von Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett), Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Flüssigkeit zu – damit dieser leistungsfähig ist, funktionieren kann. Essen wir also für 10 Tage immer dasselbe. Drei Mahlzeiten am Tag, beispielsweise:

TRINKEN: Wer viel abnehmen möchte muss sehr viel trinken. Bereits übers Essen nehmen wir einiges an Flüssigkeit auf, der erste Liter ergibt sich dadurch quasi automatisch. 1-2 weitere müssen noch rein. Dabei sollte natürlich darauf geachtet werden, dass nicht allzu viele Kalorien aufgenommen werden – schließlich lautet unser Ziel, unter 1000 Kalorien am Tag zu bleiben. Ich setze auf diese Kombination:

Sicherlich kannst du variieren – Gemüsesuppe kochst du für 2-3 Tage vor, jedes Mal tust du etwas anderes Gemüse rein. Vielleicht auch mal ein bisschen Schinken oder Ei. Gerade beim Eiweißshake gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen, von Vanille über Schoko bis Nuss. Ich mache auch gerne ein paar (gefrorene) Himbeeren rein.

So kann dein Weg aussehen, unabhängig davon ob du 10 oder 40 Kilo abspecken möchtest:

Nun könnte man anführen, dass Menschen mit (morbider) Adipositas ihre Probleme vielleicht psychologisch angehen sollten. Ganz klar, Frustfressen ist eine denkbar blöde Methode um emotionale Tiefs zu überwinden. Essen hat bei stark Übergewichtigen einen zu hohen Stellenwert, was bis hin zur Esssucht gehen kann. Doch wäre man bereit dafür deshalb einen Psychologen aufzusuchen … hätte sich diese Sache vielleicht schon seit Jahren erledigt.

Radikal abnehmen bedeutet keineswegs, dass pro Woche 2 Kilo purzeln sollten. 1 Kilo auf der Waage zu verlieren wäre optimal, wobei einem Fettverlust von 1,2 kg einem Muskelzuwachs von 0,2 kg gegenüber stehen sollte. Optisch kann das aber durchaus nach 2 Kilos weniger aussehen, durch deine neu gewonnene Körperkontur! Denn erst eine definierte Muskulatur gibt deinem Körper die gewünschte Kontur. Wobei ich ganz klar sagen muss: es ist umstritten, ob Fettabbau und Muskelaufbau gleichzeitig überhaupt funktionieren kann. Deshalb bin ich in einem separaten Artikel nochmals explizit auf dieses Thema eingegangen.

  • 5x Gemüsecremesuppe (z.B. Kürbis)
  • 5x frisches Gemüse (z.B. Hokkaido-Kürbis, Karotten, Lauch)
  • Gemüsebrühe für 5x Suppe
  • 10 Äpfel
  • 1 Packung Eiweißshakepulver
  • 4 Liter Milch, fettarm
  • 10er Packung Bioeier
  • 1kg Tomaten
  • 1 Pack Kaffee, brauner Zucker
  • 10x 2 Liter Mineralwasser (ohne Kohlensäure)
  • 1kg frische Orangen
  • 1 Packung Cocktailtomaten (als Snack)

Mit meinen gebündelten Diät-Erfahrungen habe ich im Laufe der Zeit Stück für Stück meinen idealen Weg zum Abnehmen gefunden. Es ist eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen.

Ähnlich wie beim Zunehmen verlief auch das Abnehmen über einen längeren Zeitraum bei mir, wobei die Kilos zu Beginn etwas schneller purzelten. Nach einem halbem Jahr war ich bei meinem Wohlfühlgewicht angelangt. Ungeduldigen Menschen mag das nicht schnell genug gehen. Für mich aber ist es genau der richtige Weg: Gewicht verlieren, ohne unter einer Diät zu leiden – das war es, wonach ich immer gesucht habe. Ich kann dies nur jedem empfehlen. Die Ernährungsumstellung ist relativ einfach und leicht umzusetzen und die Aminosäuren kurbeln den Abnehmerfolg dann richtig an. Und zwar langfristig. Der Jo-Jo Effekt bleibt aus – ich halte mein Gewicht.

Die für mich persönlich optimale Nahrungsumstellung sieht so aus, dass ich versuche, mit 3 bis 4 Mahlzeiten pro Tag auszukommen und dass zwischen den Mahlzeiten jeweils mindestens 4 Stunden und über Nacht 10 Stunden liegen. Das ist bei meinem Tagesablauf kein Problem. Frühstück um 8 Uhr, Mittag gegen 13 Uhr, Abendessen ca. um 19 Uhr. Das ist mein Rhythmus und fällt mir überraschenderweise gar nicht schwer. Das mag bei jedem anders sein und ich denke, da sollte auch jeder seinen individuellen Plan entwickeln.

Zusätzlich zu meiner neuen Ernährungsphilosophie nehme ich deshalb täglich Nahrungsergänzungsmittel in Form von Aminosäure-Präparaten zu mir. Es gibt da eine ganze Reihe verschiedener Anbieter und Produkte.

Ganz wichtig und wahrscheinlich ausschlaggebend für meinen Abnehmerfolg sind für mich die Aminosäuren. Denn Aminosäuren regeln unseren Stoffwechsel, d.h. wie viele Kalorien unser Körper auch im Ruhezustand verbrennt. Es gibt Aminosäuren, die speziell für den Fettstoffwechsel von Bedeutung sind. Quasi natürliche Helfer beim Abnehmen. Wer mehr darüber wissen will, findet im Netz sehr gute Wissensportale zu Aminosäuren und ihre Bedeutung fürs Abnehmen. Aus meiner Sicht sind dort die Zusammenhänge auf Basis von Studien sehr gut erklärt.

Vielmehr hatte ich mit gesundheitlichen Konsequenzen zu kämpfen. Die Cholesterinwerte stiegen, die Leber entwickelte sich langsam Richtung Fettleber und mein Diabetesrisiko erhöhte sich. Ich merkte, dass ich immer schlapper wurde und kaum noch Lust verspürte, mich zu bewegen. Aus diesem Teufelskreis wollte ich unbedingt ausbrechen.

Um die gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit meinem Übergewicht hat er sich aber schon Sorgen gemacht. Er war immer für mich da und hat mich dabei unterstützt, meine Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen. Ohne ihn wäre ich sicherlich heute nicht da wo ich bin.

Nun habe ich zumindest etwas Glück im Unglück. Das Körperfett verteilt sich ganz gut bei mir. Es ist nicht so, dass sich mein gesamtes Übergewicht an meinem Hintern und den Beinen ansammelt. Ich bin eher der Typ „kräftiges Mompelchen“ – so habe ich mich auch mit der nötigen Selbstironie gerne vorgestellt. Aufgrund meiner positiven Ausstrahlung hatte ich bei den Männern trotzdem Chancen. Das war also nicht das Problem.

Mein Ziel war es immer, wieder dauerhaft unter 75 kg zu wiegen. Damit gehöre ich zwar noch lange nicht zu den dünnen Frauen, aber es ist mein persönlicher Wohlfühlbereich. Und in diesem Bereich zwischen 70 und 75 kg bewege ich mich nun seit gut einem halbem Jahr. Die Aminosäuren nehme ich nach wie vor, aber mit der Ernährungsumstellung nehme ich es nicht mehr ganz so genau wie noch am Anfang. Bei besonderen Anlässen gönne ich mir schon mal wieder ein Stück Kuchen am Nachmittag. Und bei einer Feier lange ich dann auch mal in die Chips-Tüte. Aber grundsätzlich vermeide ich nach wie vor abends Kohlenhydrate. Das gelingt mir pro Woche so an 3 bis 4 Tagen.